Buddhas langer Weg nach Europa – 2500 Jahre der Begegnung von Buddhismus und europäischer Kultur

Buddhas langer Weg nach Europa – 2500 Jahre der Begegnung von Buddhismus und europäischer Kultur

STEPHEN BATCHELOR erzählt die 2500-jährige Geschichte, wie der Buddhismus auf abenteuerlichen Wegen von Indien nach Europa kam. Es ist eine Geschichte wie sie so noch nie vollständig erzählt wurde.
Auf der Basis der verfügbaren historischen Quellen lässt er bekannte und unbekannte Orte und Menschen lebendig werden, durch die sich östliche und westliche Kultur begegnet sind: buddhistische Lehrer, griechische Feldherren, portugiesische Missionare oder Hippies. Buddhas Lehre war und ist ständig im Wandel. Lernen Sie aus diesem Blickwinkel die buddhistischen Traditionen und säkularen Formen buddhistischer Praxis ...

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Über dieses Buch

Fast 30 Jahre nach Erscheinen der englischen Originalausgabe liegt Stephen Batchelors Buch über die verschlungenen Pfade, auf denen die Lehre des Buddha nach Europa gelangt ist, nun auch in deutscher Sprache vor. Vor allem durch die Porträts einzelner Persönlichkeiten, die für eine bestimmte Lehrtradition auf buddhistischer Seite oder für eine bestimmte Rezeption der Lehren im Westen stehen, vermittelt es einen sehr lebendigen Eindruck von diesen ganz unterschiedlichen Wegen und wie sie hier verstanden und entweder als „Götzendienst“ abgelehnt oder romantisch verklärt wurden. Auch wird deutlich, wie lange es brauchte, bis die Zeugnisse, die westliche Asienreisende (Missionare, Händler) mitbrachten, als Aspekte einer einzigen Religion verstanden wurden. Das Buch beginnt bei den ersten Begegnungen zwischen der Buddhalehre und der griechischen Philosophie, zeichnet nach, welche Vorstellungen christliche Missionare aus den asiatischen Ländern zurück nach Europa brachten, wie sich in der Kolonialzeit auch der Buddhismus in einzelnen asiatischen Ländern als Reaktion auf die Begegnung mit dem Westen veränderte und wie die Buddhalehre durch Arthur Schopenhauer Eingang in die westliche Philosophie fand.

Im 20. Jahrhundert begannen sich dann, auch dank vieler buddhistischer Lehrender aus Asien, die unterschiedlichsten buddhistischen Traditionslinien und Praktiken hier im Westen zu etablieren. Das Buch endet mit dem Jahr 1992, als der Kongress der Europäischen Buddhistischen Union in Berlin stattfand. Etliche der dort anwesenden Lehrerinnen und Lehrer sind mittlerweile verstorben, über andere sind inzwischen Dinge bekannt geworden, die sie nicht mehr in solch positivem Licht erscheinen lassen wie noch in Batchelors Beschreibung. Das Buch ist also selbst ein historisches Dokument. Eine Darstellung der Wege und Irrwege der Inkulturation des Buddhismus hier im Westen von 1992 bis heute steht noch aus.
Rezension von Anna Pesch erschienen in “Buddhismus aktuell”, der Zeitschrift der Deutschen buddhistischen Union (DBU) in der Ausgabe 2/2020.

Details
Autor:
Genres: Geschichte des Buddhismus, Säkularer Buddhismus
Herausgeber: Verlag Mittlerer Weg
Veröffentlicht im Jahre: 2019
Länge: 438 Seiten
ISBN: 9789463866460
Listenpreis: 19,50
Über den Autor
Stephen Batchelor

STEPHEN BATCHELOR, 1953 in Schottland geboren, lehrt weltweit buddhistische Philosophie und Meditation. Er ist Autor zahlreicher Bücher, unter anderem von Buddhismus für Ungläubige, Bekenntnisse eines ungläubigen Buddhisten und Jenseits des Buddhismus und Mitbegründer des Bodhi College, Er lebt mit seiner Frau Martine in Frankreich.

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